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Ratgeber: Was ist wichtig bei der Auswahl von Lagerregalen?

Mit dem Lager steht und fällt die Logistik und Leistungsfähigkeit des Betriebs. In Lagerregalen werden die Betriebsstoffe, die halbfertigen und fertigen Erzeugnisse und manchmal auch die Werkzeuge aufbewahrt. Welche Anforderungen und Kriterien für die Auswahl der perfekten Lagereinrichtung entscheidend sind, erklärt der folgende Ratgeber. 



Grundprinzipien der Lagerhaltung – Lagerdauer, Lagerumschlag, Lagerhaltungskosten

Lager werden je nach Verwendungszweck in vier Typen unterschieden. So gibt es Materiallager, Zwischenlager, Absatzlager und Archive. Um die benötigte Lagerkapazität vorhersehen zu können, sollten Sie sich vorab mit den grundlegenden Kennzahlen der Lagerwirtschaft vertraut machen und ein eigenes Konzept für die spätere Wirtschaftlichkeit entwickeln.

  • Materiallager: Materiallager und Zwischenlager finden sich in Produktionsbetrieben. Ein eiserner Mindestbestand an Rohmaterial sichert die Aufrechterhaltung der Produktion jederzeit ab. In Zwischenlagern reifen oder verweilen unfertige Produkte bis zum nächsten Arbeitsschritt.
  • Absatzlager: Reine Absatzlager (Umschlaglager) hingegen beherbergen nur fertige Produkte zum Verkauf und Versand. Aus ökonomischen Gründen forcieren sie eine kurze Lagerdauer bei hohem Warenumschlag. Überbestände werden in der Regel nur dann gebildet, wenn die Mengenrabatte der Beschaffung die Lagerhaltungskosten übersteigen. (Lagerhaltungskosten = Zinsen für das gebundene Kapital + Raumkosten + Personalkosten)
  • Archive: Archive stellen eine Sonderform des Lagers dar, denn hier geht es um die Konservierung von Beständen und explizit nicht um eine Verkürzung der Lagerdauer.

Checkliste zur Auswahl von Lagerregalen

Im Vorfeld der Auswahl eines geeigneten Regalsystems für Lager oder Werkstatt sollten Sie Ihren Bedarf gründlich analysieren und schriftlich festhalten. Die folgenden Fragen geben wichtige Anhaltspunkte zu den Anforderungen an das erforderliche Regalsystem:

  • Wie viel Platz steht zur Verfügung?

Reicht die Grundfläche des Lagers für eine Bodenlagerung und Regale in komfortablen Greifhöhen oder muss durch Hochstapelung auf kleinem Raum viel untergebracht werden? Soll das Lager später erweitert werden?

  • Was soll gelagert werden?

Sind die Produkte gleichförmig und stapelbar? Handelt es sich um große Einheiten oder Kleinteile? Wie schwer sind die einzelnen Artikel?

  • Wie wirkt die Lagerung übersichtlich?

Sind die Produkt bereits fertig verpackt auf Paletten oder benötigen Sie zusätzliche Untergliederungen im Regal durch Aufbewahrungsboxen, Sichtkästen, Schüttgutbehälter und Fässer für Flüssigkeiten?

  • Benötigen Sie zusätzliche Technik?
    Bedarf es einer Kühlung oder sonstigen Präparation der Raumluft? Ist der Einsatz von Hebemaschinen vorgesehen oder soll alles per Hand gelagert werden?
    Brauchen Sie Packtische und Versandmaterial?


Arten von Lagerregalen

Für jede Anforderung gibt es das passende Regal. Stabile Regalsysteme für Lager und Werkstatt sind in der Regel Schraub- oder Steckregale. Steckregale sind leicht zu montieren und durch die Verbindung der Regalteile untereinander stabiler. Schraubregale haben mehr Montageaufwand, sind dafür aber kostengünstiger erhältlich.
Sonderformen von Lagerregalen sind:

  • Eckregale: Bieten als Einzelstück viel Platz, eignen sich aber nicht für die Aneinanderreihung.
  • Fächer- und Verteilerregale: Hier finden Arbeitsmittel schnell den richtigen Adressaten. 
  • Palettenregale: Sind optimal für die Einlagerung von Produkten auf genormten Europaletten.
  • Weitspannregale: Haben große Abstände zwischen den Stützen und sind dadurch für die Einlagerung von sperrigen Gegenständen geeignet.
  • Kragarmregale: Für die Lagerung von Langteilen wie zum Beispiel Rohre und Holzbretter.
  • Hygiene- und Lebensmittelregale: Sind speziell beschichtet und dadurch leicht gründlich zu reinigen.
  • Schwerlastregale: Für Baumaterialien, Metalle, Fässer und andere schwere Artikel. 
  • Sonstige Sonderregale: Dazu gehören etwa Schrägboden- und Reifenregale, Vertikalregale, Schüttgutregale u.v.m.



Anordnung von Lagerregalen

Werden Regale nur von Hand be- und entladen, muss der Verkehrsweg auf der Hauptzugangsachse eine Breite von mindestens 1,25 Meter aufweisen. Für Nebengänge zwischen den Regalen reichen 0,75 Meter, sofern die eingelagerten Gegenstände darin ausreichend rangiert werden können. Bei größeren Abmaßen empfiehlt sich eine Verbreiterung der Bewegungsflächen.
Für den Einsatz von Hub- und Flurfahrzeugen wird mehr Platz benötigt. Außerdem sollten die Regale in Lagern mit Maschinenbetrieb durch Rammschutzelemente vor Anfahrschäden und damit verbundener Einsturzgefahr gesichert werden.


Tipps zur effizienten Bewirtschaftung von Lagerregalen

  • Wo befindet sich was? Beschriften Sie Ihre Regalfächer und hängen Sie Übersichtspläne in den Eingangsbereich des Lagers und an die kurzen Regalseiten.
  • Wie oft erfolgt der Zugang zur konkreten Ware? Stellen Sie häufig benötigte Gegenstände in die leicht zugänglichen vorderen Bereiche.
  • Wer soll die Ware aus dem Regal holen? Warenbestände auf Augenhöhe werden schneller wahrgenommen, allerdings befindet sich die optimale Greifhöhe zum Wegtragen mindestens ein Regalfach darunter. 
  • Stellen Sie Hilfsmittel zur Verfügung! Transportkarren und Wagen schonen insbesondere bei schweren Gegenständen die Kräfte ihrer Mitarbeiter. Kleine Personen erreichen die oberen Lagerregale (Reckzone) nur mithilfe von Tritten und Leitern.


Beladung und Sicherheit von Lagerregalen: Fachlast, Feldlast, Kippschutz & Durchschubsicherung

Faustformel: Tiefe Regale stehen sicherer als schmale; niedrige besser als hohe. Regale sollen immer gleichmäßig belastet werden.

  • Die Fachbodentraglast (auch kurz: Fachlast) gibt an, wie viel Gewicht maximal auf den einzelnen Regalboden geladen werden darf.
  • Die Feldlast bestimmt die maximale Tragkraft aller übereinanderliegenden Regalböden zwischen zwei Stützen.
  • Die Summe der Fachbodentraglasten darf die Feldlast des Regals nicht übersteigen! Zusätzliche Stützen und Verankerungen erhöhen die Standfestigkeit.

Ab einem Höhen-Tiefen-Verhältnis von 5:1 oder größer müssen Regale zwingend durch zusätzliche Verankerung gegen Kippen gesichert werden. Nicht nur das Regal, sondern auch die Beladung muss vor Herausfallen gesichert werden. Hierzu gibt es Durchschubsicherungen, die bei freistehenden Lagerregalen verhindern, dass Gegenstände beim Hereinschieben auf der einen Seite auf der anderen Seite gleich wieder herabfallen. Auch Rückwände erfüllen diesen Zweck.
Kleinteile sollten insbesondere außerhalb der Sichthöhe nicht frei im Regal liegen, damit sie nicht unkontrolliert herausfallen. Sie werden zur Sicherung in Einlegekästen, Schubfächern und Kleinteilmagazinen gebündelt.
Achten Sie bei der Auswahl von Lagerregalen auf Qualität. Stabile Regalsysteme für Lager und Werkstatt aus Stahl haben eine hohe Traglast und sind besonders robust. GS-geprüfte Regale erfüllen strenge, deutsche Sicherheitsstandards.


Nachkauf von Lagerregalen

Für eine eventuelle, spätere Kapazitätssteigerung Ihres Lagers bieten einige Hersteller eine 10 Jahre Nachkauf-Garantie für Regalsysteme. Entscheiden Sie sich für ein solches Produkt, können Sie darauf vertrauen, dass passende Ansatzteile im angegebenen Zeitraum uneingeschränkt erhältlich sind. Das spart im Zweifel viel Aufwand und Kosten für die Umrüstung auf ein anderes Regalsystem. Regale von DELTA-V: Professionelle Lösungen für Ihren Lagerbedarf.


Fazit: Strukturierte Planung für effiziente Nutzung der Lagerregale

In Lagerregalen findet alles Notwendige übersichtlich seinen Platz. Vor der Einrichtung des Lagers bedarf es einiger Gedanken zur Wirtschaftlichkeit und der Anordnung der Regale. Für sperrige Gegenstände und Kleinteile gibt es spezielle Regale. Eventuell sollten Verankerungen als zusätzlicher Schutz gegen Kippgefahr angebracht werden. Ist ein späterer Nachkauf von Regalen zur Erweiterung des Lagers geplant, lohnt sich die Auswahl eines Regalsystems mit zehn Jahren Nachkauf-Garantie. Sind Sie unsicher angesichts der großen Anzahl von Möglichkeiten, ziehen Sie unsere Einrichtungsexperten bei der Planung hinzu.


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