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Worauf sollte man beim Kauf einer Werkbank achten?

Werkbänke sind Universal-Arbeitstische mit besonders robuster Oberfläche für die Fertigung, Montage und Bearbeitung von Werkstücken. Ihr Einsatzgebiet ist vielfältig, zum Beispiel ausmessen, bohren, hämmern, löten oder leimen. Egal ob kleine Hobbywerkstatt oder große Produktionsstätte im 3-Schichtsystem – bei der Auswahl der passenden Werkbank gibt es Einiges zu beachten. Was genau, erklärt der folgende Ratgeber.




Fragen vor dem Kauf einer Werkbank

  • Wie groß muss die Arbeitsfläche sein?
  • Welchen Belastungen ist die Werkbank ausgesetzt?
  • Soll die Arbeitsplatte höhenverstellbar sein?
  • Welches Design bevorzugen Sie?
  • Wieviel Stauraum soll in den Unterbau integriert werden?
  • Feststehende oder mobile Werkbank?
  • Welches Zubehör wird für die beabsichtigte Verwendung benötigt?


Auswahl der Arbeitsplatte – Das richtige Material finden

Zunächst sollten im Rahmen der Vorausplanung die Größe der Arbeitsfläche, also Breite und Tiefe und die Arbeitshöhe für die gewünschte Werkbank entschieden werden. Anschließend kommt der Auswahl der richtigen Oberfläche die zentrale Bedeutung für die späteren Einsatzmöglichkeiten der gesamten Arbeitsstätte zu.

Arbeitsflächen aus organischen Materialien:

  • Traditionell sind Werkbankoberflächen aus Massivholz, was ihnen einen urigen Charme verleiht. Diese Arbeitsflächen werden aus kompletten Baumstämmen geschnitten, geschliffen, geölt und gewachst. Buche-Massiv-Arbeitsplatten sind dadurch sehr robust und widerstandsfähig. Allerdings sind echte Massivholz-Werkbänke im Vergleich zum modernen Materialmix von beispielsweise Buche-Multiplexplatten recht schwer.
  • Multi-Plexplatten bestehen aus zu Furnier zusammengepressten kleinen Echtholzblättern. Oftmals werden Eichen oder Buchen als Grundstoff verwendet. Die Platten sind bis zu zwölf Millimeter dick und sehr stabil.
  • Hartfaserplatten werden aus gepressten Lignozellulosefasern mit Bindemitteln hergestellt. Sie haben eine Dichte von über 800 kg/m³ und können durch die Verfilzungen in der Platte eine hohe Flächenlast tragen.
  • MDF-Platten sind mitteldichte Holzfaserplatten aus fein zerfasertem, hauptsächlich rindenfreiem Nadelholz. Sie sind nicht so fest und strapazierfähig wie Vollholz oder Hartfaserplatten.
  • Melaminharz-Platten bestehen aus Kunstharzen in Verbindung mit Melamin und Formaldehyd. Sie zählen zu den Aminoplasten. 

Viele Pressspanplatten werden durch eine hochwertige, kratzfeste Pulverbeschichtung zusätzlich gehärtet, um eine robuste Oberfläche für die Werkbank zu erhalten.

Arbeitsflächen aus Metall haben neben dem industriellen Design weitere Vorteile:

  • Auf Metall kann mit Lötzinn, Lösungsmitteln und anderen Chemikalien gearbeitet werden, ohne dass Schäden entstehen.
  • Stahl hat eine hohe Traglast und wird durch Lackierung vor Korrosion geschützt.
  • Stahlblechbelag-Platten sind leichter und durch Pulverbeschichtung ebenfalls widerstandsfähig, kratz- und schlagfest.
  • Edelstahl ist besonders beständig gegen Feuchtigkeit, Kälte, Wärme und viele Chemikalien. Wegen der guten Reinigungseigenschaften werden Edelstahlwerkbänke gern in Laboren und Kühlräumen für Lebensmittel eingesetzt.

Keine Rückenschmerzen dank Höhenverstellbarkeit der Arbeitsplatte
Ergonomisches Arbeiten liegt voll im Trend. Viele Hersteller von Werkbänken greifen diesen auf und bieten kombinierte Sitz- und Stehtische. Die Arbeitsplattenhöhe wird entweder manuell/mechanisch oder motorisch/elektronisch passend eingestellt. Durch diese Flexibilität kann die Werkbank optimal auch durch unterschiedliche Benutzer genutzt werden.

Tipp: Lassen Sie sich beraten! Unter Umständen können Sie für die Anschaffung einer höhenverstellbaren Werkbank Fördergelder für gesundheitsförderliches Arbeiten in Anspruch nehmen.


Belastbarkeit der Werkbank je nach Einsatz: Tragkraft und Flächenlast

Um die Kippsicherheit zu erhöhen, sollte die Werkbank immer gleichmäßig belastet und eventuell zusätzlich im Fußboden oder an der Wand verankert werden. Beachten Sie bei der Auswahl Ihrer Werkbank unbedingt die Angaben zur Tragkraft. Sie beziehen sich auf die gesamte Werkbank, also nicht nur Werkstücke auf der Arbeitsfläche, sondern auch auf Material, das in den Stauräumen gelagert wird. Im Zweifel entscheiden Sie sich für die spätere Sicherheit besser für eine Werkbank mit hoher Flächentraglast.
Querstreben, zum Beispiel in Form von Ablageböden, steigern die Belastbarkeit zusätzlich. Insbesondere für Bereiche, in denen mit sehr schweren Gegenständen hantiert wird, gibt es Spezial-Werkbänke mit Flächenlasten von über 500 Kilogramm.


Platz schaffen zum Arbeiten – Viel Stauraum wird häufig direkt mitgeliefert

Werkbänke gibt es mit und ohne Unterbau / Schübe, also als freistehenden Tisch oder Kombinationslösung für komfortables Arbeiten.

Es gibt verschiedene Lösungen Stauraum direkt in die Werkbank zu integrieren, damit der Platz darunter nicht ungenutzt bleibt. Unter dem Arbeitstisch können offene oder geschlossene Schrankelemente sowie Schubladen eingepasst werden. Damit haben Sie die Möglichkeit, Ordnung auf der Arbeitsfläche zu halten und trotzdem wichtige Werkzeuge und Arbeitsmittel in Greifnähe aufzubewahren. Aufbauten mit Ablageflächen erfüllen den gleichen Zweck und lassen mehr Beinfreiheit.

Einige Hersteller offerieren komplette Modulreihen von Werkbänken, die mit unterschiedlichen Stauraumlösungen wie Ablageböden, Flügeltüren und Schubladen nach individuellem Bedarf zusammengestellt werden. Maßgeschneiderte Sonderlösungen sind auf Anfrage erhältlich.
Werkbänke sind zudem manchmal Teil ganzer Möbelreihen, die zusätzlich passende Schränke, Beistelltische, Container, Lochwände zur Aufhängung und weitere sinnvolle Ergänzungen für Ihre Werkstatt umfassen.


Flexible Raumkonzepte – Werkstattwagen und mobile Werkbänke mit Rollen

Aufgrund der massiven Arbeitsplatten sind herkömmliche Werkbänke sehr schwer und können nur mit viel Aufwand umgestellt werden. Wer ein flexibleres Raumkonzept verfolgt, kann stattdessen einen mobilen Werkstattwagen favorisieren. Eine Feststellbremse sorgt dafür, dass die mobile Werkbank beim Arbeiten nicht wegrollt.

Damit mobile Werkstattbänke im Gewicht leicht und gut zu rangieren sind, werden oftmals solide, aber dünnere Stahlblech-Arbeitsplatten verwendet und die Unterbauten bestehen aus leichteren Aluminium-Metallen. Auch hier ist die Möglichkeit vorhanden, die Werkbank mit Stauraum und Ablageflächen zu kombinieren.


Zubehör für Werkbänke & Sonderformen wie Gruppenarbeitsplätze

Neben den weiter oben vorgestellten Stauraumlösungen im Untergestell oder als Systemaufbau, empfehlen sich für einige Einsatzgebiete und Anwendungsszenarien der Werkbank weitere, nützliche Zubehöre:

  • Einige Werkbänke haben Schraubstockvorrichtungen zum Einspannen von Werkstücken fest angebaut.
  • Beschriftungselemente erleichtern die Zuordnung von Arbeitsplätzen und das Auffinden von Schubfachinhalten.
  • Die Schrankelemente und Schubladen sind bei vielen Modellen zum Schutz vor unbefugtem Zugang durch Zahlen- oder Zylinderschlösser abschließbar.
  • Ausgleichsschrauben oder höhenverstellbare Standfüße unter der Werkbank erleichtern den Ausgleich von Fußbodenunebenheiten, damit Ihr Arbeitstisch stets fest und sicher steht.

Sonderformen der Werkbank für spezielle Nutzerbedürfnisse

  • Packtische für den Versandbereich oder die Selbstbedienung durch Kunden nach Geschenkkäufen haben Sicherheits-Schneidvorrichtungen für leichte Folien und Papier.
  • XXL-Werkbänke mit besonders großen Arbeitsflächen, an denen zum Beispiel mehrere Personen gemeinsam arbeiten können, sind zum Ausmessen und für die Planung von Prototypen ideal. 
  • Gruppenwerkbänke mit einer runden Anordnung der Werkplätze sind für soziale Einrichtungen und Schulungsräume bestens geeignet, da man hier stets alle Teilnehmer im Blick behält.

Tipp zum Schluss: Denken Sie beim Kauf Ihrer Werkbank immer daran, dass ausreichend Bewegungsflächen rundum den Arbeitstisch freibleiben sollten, um sperrige und überstehende Gegenstände bearbeiten, beim Arbeiten im Stehen Stemmschritte ausführen oder Material bequem hin- und weg transportieren zu können.



Fazit: So sieht die ideale Werkbank aus

Neben der Größe der Arbeitsfläche ist das Material der Tischplatte entscheidend für die Einsatzmöglichkeiten. Zur Auswahl stehen organische Materialmixe oder metallische Oberflächen. Achten Sie unbedingt auch auf die Angaben zu Tragkraft und Belastbarkeit der Werkbank. Um wichtige Arbeitsmittel aufzubewahren, können Fächer, Schubladen und Ablageböden direkt in den Unterbau der Werkbank integriert oder als Systemaufsatz obendrauf installiert werden. Werkstattwagen sind leichter konstruiert als stehende Werkbänke und können flexibel rangiert werden. Andere Sonderformen der Werkbank sind Packtische, XXL-Werkbänke und Gruppenwerkbänke.  

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